Von Company Factory

Geldgeber gekonnt überzeugen

Gründer, die mit ihrer Geschäftsidee richtig durchstarten wollen, müssen Investoren überzeugen können. Dabei ist die gekonnte Präsentation des Startups entscheidend für den Erfolg. Mit einem Pitch Deck gelingt das am besten. Deshalb nun einige Tipps dazu, wie ein Pitch Deck richtig angelegt wird.

Warum ein Pitch Deck?

Wenn es darum geht, Geldgeber für ein Startup anzusprechen, müssen sich Gründer schon deshalb gut vorbereiten, weil Investoren oft eine Flut von derartigen Anfragen lesen müssen. Dabei fehlt die Zeit, jeden Businessplan auf Herz und Nieren zu prüfen. Eine „eingedampfte“ Version, die die wichtigsten Aspekte des Startups auf wenige Folien konzentriert, ist das Pitch Deck.

Mit dem Pitch Deck bringen es Gründer fertig, in die engere Auswahl zu kommen. Der Businessplan kann immer noch nachgereicht werden, wenn das Interesse eines Investors geweckt ist und die Kommunikation auf die nächste Ebene gehoben wird.

Und das gehört hinein

Ein Pitch Deck ist eine Präsentation, die zwar auch persönlich vorgestellt werden kann, meist jedoch per E-Mail versendet wird. Erstellt wird eine solche Präsentation mit entsprechender Software, wir empfehlen PowerPoint. Um eine nachträgliche Änderung der Datei auszuschliessen, kannst du das fertige Pitch Deck als PDF-Datei abspeichern. Dies ist unbedingt zu empfehlen.

Der Umfang der Präsentation sollte zwischen 10 und maximal 15 Folien liegen, der Text muss gross genug sein, um gut lesbar zu sein. Wo immer es möglich ist, sollten Grafiken für die Vermittlung komplexer Inhalte eingesetzt werden – auch beim Pitch Deck gilt, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte!

Für die Abfolge der Folien gibt es inzwischen eine weitgehend einheitliche und allgemein akzeptierte Struktur, die Investoren dementsprechend auch voraussetzen:

  1. Einleitung
  2. Vorstellung des Teams, der Kompetenzen und Aufgaben
  3. Beschreibung von Bedarf oder Problem
  4. Darstellung der Lösung
  5. Detaillierte Beschreibung des Produktes oder Services
  6. Marktanalyse
  7. Angabe zur Unique Selling Proposition des Startups
  8. Mitbewerber-Analyse
  9. Machbarkeitsnachweis durch Nutzerzahlen oder schon erzielte Umsätze
  10. Businessplan
  11. Finanzierungsbedarf mit detaillierten Angaben zu Bedarf und Verwendung

Die eine oder andere Folie kannst du aufgrund wichtiger Inhalte über zwei Blätter verteilen, insgesamt sind die genannten Bestandteile jedoch die wesentlichen Inhalte eines gelungenen Pitch Decks. Dabei gilt, mehr Folien machen nur Sinn, wenn deren Inhalte auch wichtige Zusatzinformationen beinhalten. Unter Umständen macht es Sinn, die Marktanalyse mit strategischen Überlegungen zum geplanten Marketing zu erweitern. Ein ansprechendes Deckblatt, das schon zu Beginn Interesse weckt, und abschliessende Angaben zu den Kontaktmöglichkeiten runden die Darstellung ab.

Was ein Pitch Deck wirklich nicht enthalten sollte

  • Liebloses Design der Folien und zu kleine Schrift
  • Zu viele und zu lange Aufzählungen
  • Fehler in Orthographie und Grammatik
  • Animationen in Text und Bild

So gelingt die Präsentation

Wie überall im Leben gibt es keine zweite Chance für einen überzeugenden ersten Eindruck. Wer selbstsicher auftreten und mit gut vorbereiteten Fakten präsentieren kann und dabei Elemente aus dem Storytelling nutzt, um seine Zuhörer anzusprechen anstatt vom Blatt abzulesen, wird angehört und ernst genommen.

Nicht zu unterschätzen ist der Nebeneffekt, dass das Erstellen eines Pitch Decks die Konzentration auf das Wesentliche lenkt – und dadurch Gründern die Gelegenheit gibt, mögliche Schwachstellen im eigenen Geschäftsmodell zu lokalisieren und zu überdenken, bevor sie auf dem Tisch eines Investors landen!