Was Startups zurückwirft

Von Company Factory

Startups sind in aller Munde – wo immer über die Transformation im Unternehmen gesprochen wird, wird die Gründerszene bemüht. Dabei werden bestimmte Prinzipien unreflektiert und wiederholt gelobt. Aber gerade bei Startups ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn immerhin gehen die meisten Gründer schon im ersten Jahr baden – mitsamt der innovativen Geschäftsidee.

Nicht, dass es prinzipiell schlecht oder gefährlich ist, den Sprung zu wagen und sich in einem Startup zu verwirklichen. Vieles, was Gründer bei der Umsetzung ihrer Ideen lernen, ist von unschätzbarem Wert. Darüber hinaus gibt es allerdings auch puren Hype – selbst unter den «Startup-Consultants», die wiederkehrende Themen im Raum halten. Bei einigen ist unserer Meinung nach einfach der Wurm drin.

Die Folge: so ziemlich jeder glaubt, das Zeug zum Gründer zu haben. Und selbst wenn er es nicht glaubt, will er einfach dabei sein. Denn Startups sind cool. Hm…

Was sollten Gründer denn nun vermeiden?

Um dem Hype die Stirn zu bieten, müssen einige Themen oder Faktoren angesprochen werden, die sich als zielführend maskieren, dabei aber ziemlich unsinnig sind. Was ist es denn nun, was Startups zurückwirft?

Ratschläge von Klugscheissern

Egal ob es um eifrige Leser von Internetblogs oder selbst ernannte Spezialisten geht, jeder Gründer kommt an den Punkt, an dem er ungefragt mit vermeintlich gutem Rat bombardiert wird. Besonderes Kennzeichen der besten Berater: sie haben nie irgendetwas Vergleichbares getan. Praxiserfahrung? Nun ja… Wo Ratschlag und Erfahrung eklatant auseinanderklaffen, einfach die Ohren auf Durchzug schalten!

Networking für Gründer

Gründern wird oft das eifrige Netzwerken ans Herz gelegt. Und in der Tat gibt es Leute, die wirklich kein Netzwerk-Event auslassen und dort hunderte von Visitenkarten verteilen. Ob man will oder nicht. Das geht aber am Sinn und Zweck solcher Events vorbei. Denn Networking funktioniert nur auf der Basis des Austausches. Wer etwas anzubieten hat, dem wird auch gegeben. Wer anderen etwas bietet, kann selbst mit Unterstützung rechnen. Der Trick ist, mit sich selbst anzufangen. Wer anderen helfen kann, bringt von einem Netzwerk-Event nützliche Kontakte heim. Das ist der Ausgangspunkt für effektive Geschäftskontakte und der feine Unterschied zwischen künftigen Partnerschaften und was Startups zurückwirft.

Erfolge Feiern

Nun gut, Experten raten, erreichte Etappen oder Ziele im Team zu feiern. Bitte sehr, gern. Aber alles in Massen. Ein paar Mal in die Runde strahlen, ein gemeinsamer Kaffee, und weiter geht‘s! Aber wo ständig gefeiert wird, kommt die Arbeit zu kurz, und das Ziel gerät in Vergessenheit. So gut, dass man die ganze Zeit gut ist, ist einfach kein Gründer, und es wird noch gefühlte tausend Mal etwas schiefgehen, bevor der Laden wirklich rund läuft.

Bodenständige Gründer konzentrieren sich nach ersten Erfolgen in der Entwicklung auf den Vertrieb. Das ist zwar nicht sexy, aber es zahlt sich aus!

Ohne Fleiss kein Preis!

Wie auch sonst im Unternehmen gilt auch für Startups, dass ohne Blut, Schweiss und Tränen kein wirklicher Erfolg drin ist. So ein Startup ist natürlich eine tolle Sache – solange man sich darüber im Klaren ist, dass es viele durchwachte Nächte und unsanfte Bauchlandungen mit sich bringt. Wer sein Ziel im Auge behält, bekommt dafür die Gewissheit, einen Unterschied gemacht zu haben.

Das ist wirklich harte Arbeit und nicht nur coole Attitüde. Ein Gründer braucht jede Menge Kompetenzen und ein tolles Team, um schliesslich ans Ziel zu gelangen. Vieles aus dem Startup-Hype ist dabei eher im Weg.

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