Ideation – den Knopf lösen

Von Simon Kindle

Ideen hat jeder, doch leider nicht immer auf Knopfdruck. Wieso funktionieren dann Ideation-Workshops so gut? Wieso können plötzlich 10-20 Leute auf Knopfdruck Ideen abliefern? Es gibt unzählige verschiedene Faktoren und Techniken, welche die kreativen Hirnzellen anregen und den Horizont erweitern können. Man muss nur wissen, wie man sie anwenden soll. Heute möchte ich über vier Dinge sprechen, die dir bei der Ideenfindung helfen können.

1.     Umgebung

Wenn du bereits über mehrere Stunden an einem Problem herumstudierst, solltest du dir die Zeit nehmen, um an einem neuen, inspirierenderen Ort darüber nachdenken. Dieser Tapetenwechsel kann bereits helfen, neue Energien, einen neuen Blickwinkel oder das neue Glück zu finden. As simple as that.

2.     Problemstellung

Falls dir ein Problem als unlösbar erscheint und du keine Ideen dazu finden kannst, solltest du dich der Zerlegung deines Problems widmen. Musst du wirklich genau diese Darstellung in deiner Powerpoint-Präsentation verwenden oder geht es auch anders? Musst du überhaupt so viel Text zur Erklärung ausformulieren oder lässt sich dies ganz einfach in einer Darstellung präsentieren? Ist es vielleicht cleverer einmal Word statt Powerpoint zu benutzen? Eine 360-Grad-Betrachtung deines Problems kann dir unverhofft neue Ideen auf ganz anderen Ebenen liefern. Meist liegt die Blockade darin, dass das Problem auf eine falsche Art und Weise gelöst werden will oder sogar für das falsche Problem eine Lösung gesucht wird.

3.     Team & Co-Creation

Das Schöne an Ideation-Workshops ist, dass ein gewisses Hybrid-Brainstorming-Potenzial, welches durch die Teilnahme mehrere Personen freigesetzt wird, erschlossen werden kann. In anderen Worten baut man auf den Ideen anderer auf und erhält durch die Gespräche immer mehr geistreiche Inputs. Dieses Potenzial sollte auch im Arbeitsalltag gezielt genutzt werden. Was für viele Arbeitnehmende in Unternehmen mit starken Team-Kulturen bereits selbstverständlich ist, kann in anderen Organisationen ein No-Go sein. Man muss sich darüber klar werden, wo man Zeit verschwendet, weil man alleine auf keine guten Ideen kommt und wo man sich dafür Hilfe holen kann. Wenn es in der eigenen Organisation keine nützliche Hilfe gibt, sucht man sich Sparring-Partner von ausserhalb.

4.     Negatives Brainstorming

Selbst wenn es einmal in den Workshops schwieriger wird, Ideen zu generieren, hilft eine bestimmte Methode immer weiter: «Negatives Brainstorming» oder das Anwenden von umgekehrter Psychologie. Stelle dich der Frage oder dem Problem umgekehrt. Anstatt «Wie werde ich effizienter?» fragst du dich «Wie werde ich so richtig ineffizient?». Ich bin mir sicher, dass du auf die zweite Frage ohne Probleme viele Antworten finden wirst. Danach kannst du aus diesen Antworten diejenigen Hygienefaktoren ableiten, die entscheidend sind, damit du wirklich effizient arbeiten kannst.

Fazit:

Es gibt verschiedene Faktoren – noch viele mehr als hier aufgezählt – die bestimmen, wie eingegrenzt das Ideenspektrum ist. Grundsätzlich gilt: Je mehr Ideen desto besser! Auch wenn diese zu Beginn nichts zu taugen scheinen, können sie am Ende doch wieder eine neue Idee hervorrufen. Und wer weiss, vielleicht ist das dann genau die Idee, nach der du gesucht hast…

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