Die Anwendungen des Change Managements – Voraussetzungen für eine Unternehmensrevolution Teil 2

Von Company Factory

Nachdem es im ersten Teil hauptsächlich um die wesentlichen Treiber im heutigen Change Management ging, behandelt dieser zweite Teil die konkreten Anwendungen.

Die Anwendungen

Nehmen wir an, Veränderung kann ganz anders vor sich gehen. Viel weniger umständlich, viel effektiver und deutlich schneller, als wir es jetzt kennen. Wie das gelingen kann? Hauptsächlich dadurch, dass die Widerstände gegen Veränderungen beseitigt oder zumindest minimiert werden.

Dabei kommen verschiedene Annahmen ins Spiel, die berücksichtigt und möglicherweise korrigiert werden müssen.

Veränderung im Unternehmen ist ein planbarer Prozess

Die wichtigste davon ist ein Verständnis von Innovation als eine lineare Entwicklung. Dieses Modell geht davon aus, dass ein „Fahrplan“ für Veränderung entwickelt und dann abgearbeitet werden kann. Nach dem Acht-Stufen-Modell von Kotter, der diese Vorgehensweise als Erster entwickelt hat, wird noch heute Change Management betrieben. Die Vorteile dieses Modells: Kotter macht die Implementierung von Veränderung zu einem Prozess, der gleichzeitig die geschäftlichen Interessen des Unternehmens sichert, die Ausführung konkreter Projekte praktisch möglich macht und dabei die Mitarbeiter mitnimmt während der Veränderung.

Dabei geht es nicht nur darum, geplante Änderungen umzusetzen, sondern auch um die Überwindung von Widerständen und Reibungen auf dem Weg zum neuen Geschäftsmodell.

Neuerungen brauchen Ressourcen

Die ideale Umsetzung verlangt eine Trennung von Kerngeschäft und Innovation. Strikt getrennte Arbeitsbereiche und auch Ressourcen sorgen dafür, dass das gewohnte Business weiterläuft und entsprechend auch weiter Umsätze macht. Eine Vermischung täte beiden Bereichen nicht gut, würde Kraft und Geld kosten und dabei nicht die gewünschten Resultate erzielen.

Läuft das Kerngeschäft weiter, kann man im besten Fall auch genügend Ressourcen für Innovation auftreiben. Denn diese Erfahrung hat bislang wohl jeder Change Manager gemacht: Veränderung kostet zunächst eine ganze Stange Geld.

Widerstände beseitigen, aber richtig

Eine andere Grundannahme im Change Management ist die Tatsache, dass Veränderung auf Widerstand stösst. Immer. Menschen mögen nicht oder wenig Neuerung, auch wenn sie sich dessen gar nicht bewusst sind.

Die Mitarbeiter müssen aber in den Änderungsprozess einbezogen werden und damit die Umsetzung von Innovation gelingt, müssen Widerstände überwunden werden. So effektiv wie möglich, so überzeugend wie möglich – damit man die Mitarbeiter nachhaltig mitnimmt. Denn wenn die beteiligten Personengruppen zu der Annahme geführt werden, dass die geplanten Änderungen in ihrem Interesse sind, wenn man ihnen vermitteln kann, dass und wie sie von Innovation profitieren, gelingt die Umsetzung sehr viel reibungsloser als wenn über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg entschieden wird.

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